LAMPARNA
Das 1. unabhängige Kulturzentrum Kroatiens wurde im September 1998 in Labin eröffnet.
Initiator und Betreiber ist die Künstlergruppe L.A.E. (Labin Art Express).
Ziel der Aktivitäten von L.A.E. ist es, die Barrieren von Nationalismus und Autokratie niederzubrechen und ein Zentrum zu schaffen, das kulturelle Aktivitäten mit kroatischen und internationalen Künstlern und Künstlergruppen organisiert, die Auseinandersetzung mit dem Ort Lamparna und dem Begriff Kunst, sowie den Kulturaustausch mit der Welt fördert.
Ein Ort der Kommunikation, Fortbildung und des Dialogs mit dem Leitgedanken „think globally, act locally“.
Mit dem Kulturzentrum Lamparna wurde das industrielle Erbe der Stadt Labin, das Bergwerk, transformiert und einer neuen Bestimmung zugeführt.
Lamparna bezeichnet jenen Raum, wo früher die Bergwerksleute ihre Lampen lagerten. Auf ca. 1000 m2 wurde das Kulturzentrum etabliert.
Zur Arbeitsmethode:
Faxberichte mit Arbeitsinstruktionen wurden 1–3 mal pro Woche von Wien nach Labin gesendet.
Bei Beginn der Arbeiten war das Konzept nicht fixiert. Impulse lösten Reaktionen aus und führten zu Ergebnissen.
Die Kosten konnten aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Strukturen im Land nicht geschätzt werden. Daher wurde festgelegt, daß das Konzept bis zu dem Punkt realisiert wird, bis das vorhandene Geld aufgebraucht war.
Die Umsetzung nicht realisierter Elemente des Konzepts und neuer Anforderungen bedarf neuer Modelle.
Die Methode impliziert, daß der Prozeß kein Ende mit dem offiziellen Fertigstellungstermin von Lamparna hat und auch überlagert wird von der nächsten Phase, der Vision von Underground City, eines Lebensraumes in den Stollen des ehemaligen Bergwerks.
Eckdaten
Projektname: LAMPARNA
Kategorie: Kulturbauten
Standort: Istrien, Labin
Bauherr/frau: L.A.E. - Labin Art Express
ArchitektIn: DI Peter Rogl
ProjektmitarbeiterIn: DI Thomas Adamer
Statik: werkraum wien
Planungsdaten:
Planung: 11/1997-9/1998
Bau: 11/1997-9/1998
Projektdaten:
Nutzfläche: 1000m2
Publikationen zum Projekt: Art Magazin, Architektur und Bauforum
FotografIn: Marianne Greber




