Studie zur Fassadensanierung und thermischen Verbesserung des Objekts Bayerngasse.
Es werden zwei Materialien mit unterschiedlicher Farbe, Oberfläche und Wirkung vorgeschlagen. Die Materialien sind Rheinzink - blaugrau und vorbewittert, mit leichtem metallischem Glanz, hell und lebendig. Zu den metallischen Flächen bilden die Gebäudeteile in anthrazitfarbigem Eternit - abstrakt, dunkel, monochrom, den Kontrast. Beim niederen Baukörper sind die hervorspringenden Bauteile in Eternit konzipiert, beim Hochhaus hingegen mit Rheinzink verkleidet. Die Primärbaukörper sind mit dem jeweils anderen Material gestaltet. Es wird ein Materialkontext zwischen beiden Baukörpern aufgebaut und Monotonie vermieden. Das Zusammenwirken der Materialien ergibt ein edles, kontrastreiches Bild.
Das Prinzip der Rheinzink-Fassade, ist die horizontale Schichtung, umgesetzt durch zwei Arten von Fugen - den vortretenden Kragfalz und den ebenen Quetschfalz - in unterschiedlichen Rhythmen und Abständen angeordnet. An der langen Nordfassade und den exponierten Ost- und Westfassaden des Hochhauses, sind die Metallpaneele in Teilbereichen in unterschiedlichen Winkeln montiert, sodass Licht und Schatten durch die Dreidimensionalität ein lebendiges Bild ergeben, das im Tageslauf einen permanenten Wechsel erfährt. Hell und Dunkel, Reflexion und Farbe, ändern sich mit den Lichtverhältnissen.
Das Prinzip der horizontalen Schichtung mit geknickten Flächen wurde von geologischen Formationen im Karst abgeleitet. Eine Struktur, die Ordnung und Lebendigkeit systematisch verbindet.
Die dunklen Eternitfassaden bilden den ruhigen, neutralen und monochromen Kontrast. Horizontale und vertikale Tafeln ergeben eine gleichmäßige, flächige Wirkung.
Projektgegenstand: Fassadensanierung Wien 3
Leistungszeitraum: 2004-2005
Erbrachte Leistung: Planung
Auftraggeber: Estrella Immobilien Invest AG





